
Probleme der Fertilität werden zunehmend anerkannt: Rund 19 % der Paare können nach einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr kein Kind zeugen. Bei 10 % der Paare dauert diese Schwierigkeit länger als zwei Jahre an. Infolgedessen kommen assistierte Reproduktionstechniken (ART) wie die In-vitro-Fertilisation (IVF) immer häufiger zum Einsatz.
Im Jahr 2021 wurden im Vereinigten Königreich etwa 76.000 IVF-Zyklen durchgeführt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 6.700 Zyklen, die 1991 verzeichnet wurden. Parallel zu diesem Anstieg haben sich auch die IVF-Erfolgsraten verbessert und sind von 6 % im Jahr 1991 auf heute etwa 25–30 % pro Zyklus gestiegen. Der Erfolg wird jedoch von zahlreichen Faktoren beeinflusst, darunter das Alter der Frau, zugrunde liegende Probleme der Fertilität und die allgemeine reproduktive Gesundheit. Angesichts des finanziellen und emotionalen Aufwands, den eine IVF mit sich bringt, ist es entscheidend, die Bedingungen für einen Erfolg zu optimieren. Ein neuer Faktor, der derzeit untersucht wird, ist die Rolle des vaginalen Mikrobioms bei den Ergebnissen der Fertilität.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Zusammensetzung des vaginalen Mikrobioms die IVF-Ergebnisse beeinflussen kann. Eine Studie ergab, dass Frauen mit einem unausgeglichenen Mikrobiom im Vergleich zu Frauen mit einem ausgeglichenen mikrobiellen Milieu eine bis zu siebenmal geringere Wahrscheinlichkeit hatten, durch IVF schwanger zu werden.
Der Lebensstil beeinflusst die Fruchtbarkeit. Eine Studie in BMC Public Health zeigte, dass Frauen mit 4–5 gesunden Gewohnheiten ein um 59 % geringeres Risiko für Unfruchtbarkeit hatten.
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Ein gut ausgeglichenes vaginales Mikrobiom soll den IVF-Erfolg unterstützen, indem es:
Ein verändertes vaginales Mikrobiom kann mit folgenden Problemen in Verbindung stehen:
Untersuchungen zeigen jedoch, dass 84 % der Personen mit einem unausgeglichenen vaginalen Mikrobiom keine Symptome zeigen, weshalb eine Untersuchung besonders wichtig ist.
Das vaginale Mikrobiom gewinnt zunehmend an Bedeutung als Schlüsselfaktor für die reproduktive Gesundheit, und immer mehr Belege deuten auf seinen Einfluss auf den Erfolg einer IVF hin. Auch wenn weitere Forschung nötig ist, könnte die Optimierung des mikrobiellen Gleichgewichts ein wertvoller Schritt zur Unterstützung von Behandlungen zur Förderung der Fertilität sein.
Diese Inhalte dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie wurden auf wissenschaftliche Richtigkeit geprüft, stellen aber keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Wende dich bei medizinischen Fragen oder Entscheidungen zur Kinderwunschbehandlung immer an qualifiziertes Fachpersonal.
Auf wissenschaftliche Richtigkeit geprüft von: Dr. Mona Bungum
Zuletzt geprüft: Februar 2025
Der Lebensstil beeinflusst die Fruchtbarkeit. Eine Studie in BMC Public Health zeigte, dass Frauen mit 4–5 gesunden Gewohnheiten ein um 59 % geringeres Risiko für Unfruchtbarkeit hatten.
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