
Ein unausgewogenes vaginales Mikrobiom, auch als vaginale Dysbiose bezeichnet, wird mit verschiedenen Problemen im Bereich der Fortpflanzung in Verbindung gebracht, darunter:
Der Lebensstil beeinflusst die Fruchtbarkeit. Eine Studie in BMC Public Health zeigte, dass Frauen mit 4–5 gesunden Gewohnheiten ein um 59 % geringeres Risiko für Unfruchtbarkeit hatten.
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Das vaginale Mikrobiom besteht aus verschiedenen Mikroorganismen, darunter Bakterien, Pilze, Viren, Hefepilze und Archaea. Unter diesen spielen Laktobazillen eine entscheidende Rolle für die Erhaltung der vaginalen Gesundheit. Sie produzieren Milchsäure und Wasserstoffperoxid und schaffen so ein saures Milieu (pH-Wert 3,8–4,5), das schädliche Krankheitserreger wie E. coli, Staphylokokken und Candida hemmt. Diese Schutzfunktion hilft, Infektionen wie bakterielle Vaginose (BV) und Scheidenpilz zu verhindern.
Vaginale Mikrobiome werden in fünf Community-State-Typen (CSTs) eingeteilt:
Ein ausgewogenes Mikrobiom besteht im Allgemeinen zu mindestens 95 % aus nützlichen Bakterien. Anstatt lediglich das Vorhandensein von Bakterien nachzuweisen, bewerten fortschrittliche Testmethoden die relativen Anteile, um den allgemeinen mikrobiellen Gesundheitszustand einzuschätzen.
Mehrere Faktoren beeinflussen das mikrobielle Gleichgewicht, darunter:
Die gute Nachricht ist, dass sich das vaginale Mikrobiom durch gezielte Maßnahmen verändern lässt, was die reproduktive Gesundheit und den Schwangerschaftsverlauf verbessert.
Bakterielle Vielfalt Eine höhere mikrobielle Vielfalt im vaginalen Ökosystem wurde mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftskomplikationen in Verbindung gebracht, darunter frühe Fehlgeburten und Frühgeburten.
Vorkommen bestimmter Bakterien Bestimmte Bakterienarten stehen im Zusammenhang mit höheren Fehlgeburtenraten, darunter:
Diese Inhalte dienen ausschließlich Bildungszwecken. Sie wurden auf wissenschaftliche Richtigkeit geprüft, stellen aber keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Wende dich bei medizinischen Fragen oder Entscheidungen zur Kinderwunschbehandlung immer an qualifiziertes Fachpersonal.
Auf wissenschaftliche Richtigkeit geprüft von: Dr. Mona Bungum
Zuletzt geprüft: Februar 2025
Der Lebensstil beeinflusst die Fruchtbarkeit. Eine Studie in BMC Public Health zeigte, dass Frauen mit 4–5 gesunden Gewohnheiten ein um 59 % geringeres Risiko für Unfruchtbarkeit hatten.
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Die Untersuchung deines Mikrobioms ist der erste Schritt, um mögliche Ungleichgewichte zu erkennen. Es gibt drei Hauptuntersuchungsmethoden:
Das vaginale Mikrobiom gewinnt zunehmend an Bedeutung, da es eine entscheidende Rolle für die Fertilität und den Ausgang einer Schwangerschaft spielt. Durch den Schutz vor Infektionen, die Regulierung von Entzündungen und die Unterstützung der Immunfunktion kann ein ausgewogenes Mikrobiom dazu beitragen, das Risiko einer Fehlgeburt zu senken. Auch wenn die Forschung noch nicht abgeschlossen ist, bieten Tests und gezielte Maßnahmen vielversprechende Wege zur Optimierung der reproduktiven Gesundheit.